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September // Oktober Bücher

Fortunas Tochter – Isabel Allende

Ich liebe Isabel Allende Bücher. Ähnlich wie Der unendliche Plan verfolgt auch Fortunas Tochter eine lange Lebensgeschichte. Diesmal von dem Findelkind Eliza. Das Buch spielt 1843 in Chile. Es geht um den Goldrausch in Kalifornien, chinesische Medizin und (wie sollte es auch anders sein?) der Liebe bzw. der Suche danach. Sehr sehr kuschelig, besonders wenn der Part in San Francisco losgeht.

Unterm Rad – Hermann Hesse

Mama hat mir dieses Buch sehr ans Herz gelegt. Logisch! Kritik am Schulsystem? Ich bin ganz Ohr! Aber vor allem ist „Unterm Rad“ ein Porträt eines Hochleisters. Und das ist definitiv ein Gedankenmuster, mit dem ich sehr vertraut bin. Und vor allem auch etwas worüber meiner Meinung nach zu wenig geredet wird. Der innerliche oder eigene Druck viel und „hochzuleisten“ steht dem Druck von Außen, der Familie, der Gesellschaft, gleichaltrigen oder Lehrern in nichts nach! Es ist eine Gewohnheit, ein Gedankenmuster, angeboren oder antrainiert. „Unterm Rad“ hat mich sehr berührt. Die Verzweiflung, die so eng verknüpft ist mit der Freude am lernen, der Freude am „etwas schaffen“. Wie das Gesunde umkippen kann. Wie man am Ende das Gefühl hat, das sich auch die guten Eigenschaften gegen einen richten. Die tiefe Einsamkeit und das Missverstanden werden von Anderen. Die Verwirrung und das man sich selbst und seinem Kompass irgendwann nicht mehr vertrauen kann. Uns wird nicht beigebracht zu denken, uns wird aktiv beigebracht gegen unser Bauchgefühl zu handeln. 1906 wie 2020. Wir haben viel Arbeit vor uns!

Das geheime Band zwischen Mensch und Natur – Peter Wohlleben

Ich hätte nicht erwartet, dass mich dieses Buch so umhaut. Also erstmal habe ich nicht damit gerechnet, dass es doch so gut geschrieben ist. Locker, leicht, gut strukturiert. Dann hätte ich nicht gedacht, dass man doch so viel Neues lernt. Aber es sind weniger die Informationen die rüber gebracht werden und mehr ein innerliches aus bzw. tief atmen. Sich inspirieren lassen. Das Buch hat mich sehr beruhigt und runtergebracht. Es hat sich wirklich angefühlt wie ein Waldspaziergang, vor dem einschlafen, in der Mittagspause, im Zug. Es ist nicht nur wie und besonders wie viel wir konsumieren sondern auch was und mit welcher Qualität. In dieser wuseligen Zeit hat es mir auf jeden Fall gut getan etwas runterzufahren.

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